Gedankenfrei

Manchmal habe ich das unbezähmbare Gefühl in den nächsten Zug ins Nirgendwo steigen zu müssen. Auf ins Abenteuer. In einem unbedachten, freien Moment einen absolut Wildfremden küssen und mit ihm durchbrennen, um ihn ein paar Wochen später für mich selbst zu verlassen. Und danach innerhalb einer rotweindurchtränkten Nacht ein Buch über sein gebrochenes Herz schreiben und zu verschicken. Am Morgen erschrocken über mich selbst einfach weglaufen. In die Welt hinaus. Über mich selbst stolpern und fliegen lernen. Jemanden finden mit dem sich über das Leben und Liebe streiten lässt. Und lachen. Warten lernen. Und erkennen, dass ich zu ungeduldig dazu bin. Gehen. Immer wieder gehen, wenn alles wieder zu eng wird. Doch dann holt mich wieder die Realität ein - ich bin nicht wild und nur beschränkt frei. Und das Fliegen bleibt den Vögel überlassen. Ich bin gebunden an dieses, mein Leben - das manchmal so klaustrophobisch klein erscheint.

Einfach mal eine Handvoll Lachen einstecken, um bei der nächsten Frustrationswelle etwas in der Tasche zu haben.
“Remember reasons to stay up
Remember reasons to stay out
Remember reasons to wake up”

(Quelle: xthecoldfrontx, via naufragique)

Alles oder nichts

Die Menschen tun gerne so als gäbe es diese eine Wahl zwischen allem oder nichts. In der Realität stellt sie sich selten - die Wahl. Manchmal ist da alles. Manchmal ist da nichts. Gegebene Situationen. Unmittelbar unveränderbar. Egal wie sehr man nach dem Einen im Anderen sucht. Allein auf der Wippe und kein Gleichgewicht stellt sich ein. Das Leben macht wenig Spaß ohne Bewegung und mit dem Hintern auf dem Boden fragt man sich, ob man frustriert wegen allem oder doch wegen nichts ist.

“Let people feel the weight of who you are and let them deal with it.”

- John Eldridge

(Quelle: purplebuddhaproject, via einzelheiteneinesunterschiedes)

Ich gehe in mich und finde da nichts. Gähnende Leere. Einsam ist man, wenn man nichts mit sich anzufangen weiß. Denke ich. Und da ich nichts von mir finde, weiß ich mit nichts auch gar nichts anzufangen. Ich war immer gern allein. Doch Gesellschaft verdirbt einem alles und nun weiß ich mit der Stille in mir nicht umzugehen. Ich bin mir selbst keine gute Gesellschaft mehr. Es wird Zeit für ein Date mit mir selbst. Nur ich und meine gähnende Leere. Bis sie wieder spricht.

Broken Bells//Angel and the Fool

She found herself in a world full of men
Watching them slowly destroy all her plans
‘Cause all the love she won’t allow
Herself to even dream about

“Accept who you are and revel in it.”

- Mitch Albom, Tuesdays With Morrie

(Quelle: feellng, via devotion-and-desire-to-escape)

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